Razzia gegen illegales Online-Casino in Frankfurt: Ermittler sichern Vermögenswerte in Millionenhöhe

Frankie Reed · Sep 29, 2026

Razzia gegen illegales Online-Casino in Frankfurt: Ermittler sichern Vermögenswerte in Millionenhöhe

Polizeieinsatz bei einer Razzia in Frankfurt mit beschlagnahmten Fahrzeugen und Dokumenten

Frankfurter Staatsanwälte haben in Abstimmung mit Steuerbehörden und Polizei elf Objekte durchsucht und dabei Vermögenswerte im Wert von rund 82 Millionen Euro gesichert, während die Ermittlungen einen dreijährigen Zeitraum abdecken und sich auf einen nicht lizenzierten Online-Casino-Betreiber konzentrieren, der zwischen Juli 2021 und Ende 2023 Wetteinsätze von mehr als 5,86 Milliarden Euro abgewickelt haben soll.

Umfang der Durchsuchungsaktion und erste Ergebnisse

Die koordinierten Maßnahmen richteten sich gegen mehrere Standorte, bei denen Beamte Luxusfahrzeuge beschlagnahmten, Bankkonten einfrieren ließen und weitere Vermögensbeschränkungen verhängten, sodass mindestens eine Festnahme erfolgte und die Betroffenen nun auch wegen Steuerhinterziehung in Höhe von etwa 77,6 Millionen Euro zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Ermittlungen erstreckten sich über drei Jahre und lieferten Belege für den Umfang der Wettaktivitäten, die über die Plattform abgewickelt wurden, während die Behörden parallel die steuerlichen Verpflichtungen prüften, die aus diesen Transaktionen resultierten.

Finanzielle Dimensionen und rechtliche Konsequenzen

Die sichergestellten Beträge umfassen nicht nur die eingefrorenen Konten und die beschlagnahmten Fahrzeuge, sondern auch weitere Vermögenswerte, deren Gesamtwert bei etwa 82 Millionen Euro liegt, und die Verantwortlichen müssen sich nun mit Vorwürfen der Steuerhinterziehung auseinandersetzen, die auf 77,6 Millionen Euro beziffert werden.

Die Wetteinsätze, die zwischen Juli 2021 und Ende 2023 über die illegale Plattform liefen, übersteigen 5,86 Milliarden Euro, was die Ermittler durch Auswertung von Transaktionsdaten und weiteren Beweismitteln nachweisen konnten, und diese Zahlen bilden die Grundlage für die laufenden Verfahren.

Beschlagnahmte Bankdokumente und Fahrzeuge während einer Ermittlung zu illegalem Glücksspiel

Reaktion des Deutschen Sportwettenverbands

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) hat angesichts dieser Ermittlungsergebnisse die offiziellen Schätzungen zur Größe des illegalen Glücksspielmarktes in Frage gestellt, da die aufgedeckten Umsätze deutlich über den bisher angenommenen Volumina liegen und damit eine Neubewertung der Marktdaten erforderlich machen.

Vertreter des Verbands verweisen auf die Notwendigkeit, die bestehenden Modelle zur Einschätzung illegaler Aktivitäten anzupassen, während die aktuellen Zahlen aus der Frankfurter Untersuchung als konkreter Anhaltspunkt dienen, und in September 2026 werden weitere Diskussionen über angepasste Schätzungen erwartet.

Verbindung zu Steuervergehen und Vermögenssicherung

Neben den Glücksspielvorwürfen stehen die Beschuldigten auch wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung in Höhe von 77,6 Millionen Euro im Fokus, was die Behörden durch die Analyse der Transaktionsströme und der nicht deklarierten Einnahmen belegen, und die eingeleiteten Vermögenssicherungen sollen eine spätere Einziehung ermöglichen.

Die Beschlagnahme von Luxusfahrzeugen und die Kontensperrungen bilden dabei nur einen Teil der Maßnahmen, die im Rahmen der elf durchsuchten Objekte ergriffen wurden, und die Gesamtsumme der gesicherten Vermögenswerte erreicht etwa 82 Millionen Euro.

Schluss

Die Frankfurter Ermittlungen haben damit einen detaillierten Einblick in die Strukturen eines nicht lizenzierten Online-Casino-Betriebs geliefert, der über mehrere Jahre hinweg erhebliche Wetteinsätze generierte, und die daraus resultierenden rechtlichen Schritte umfassen sowohl strafrechtliche als auch steuerliche Aspekte, während der DSWV die Marktschätzungen überprüft. Die gesicherten Daten und Vermögenswerte dienen als Grundlage für weitere Verfahren, und die Auswirkungen auf die Bewertung illegaler Glücksspielaktivitäten in Deutschland werden in den kommenden Monaten weiter analysiert.